Lehrinhalte
Grüne Technologien werden als wichtige Maßnahme im Kampf gegen den Klimawandel angesehen. Gleichzeitig wirft ihr (prognostizierter) Einsatz erhebliche Fragen zur Nachhaltigkeit und Gerechtigkeitsaspekten auf. Grüne Technologien sind mit vielfältigen sozialen und ökologischen Implikationen verbunden, deren umfassende Analyse eine wichtige Voraussetzung um den Nutzen grüner Innovationen zu bewerten. Häufig findet eine zu starke Fokussierung auf technische Lösungen statt, die verhindert, dass zugrundeliegende Ursachen angegangen oder gesellschaftliche Strukturen verändert werden. Konzeptionelle Überlegungen zu Gerechtigkeitsfragen, die nicht nur heutige und zukünftige Generationen sondern auch Umwelt und alle lebenden Wesen berücksichtigt, sind ein wesentlicher Ausgangspunkt für die Sicherung einer gerechten und nachhaltigen Zukunft.
Dieses interdisziplinäre Projektseminar ermöglicht den Studierenden eine kritische Auseinandersetzung mit den Erwartungen und Versprechen grüner Technologien im Kontext von Klimawandel, Nachhaltigkeit und Umweltgerechtigkeit. Mit verschiedenen Methoden der Technikfolgenabschätzung und der verantwortungsvollen Forschung und Innovation lernen die Teilnehmer, sich kritisch mit der ethischen Bewertung von neuen Technologien auseinanderzusetzen. In interdisziplinären Gruppen arbeiten die Studierenden an Projekten zu einer ausgewählten neuen grünen Technologie und untersuchen plausible Zukunftsszenarien, entwickeln Systemdenken und erarbeiten Empfehlungen für deren verantwortungsvolle Gestaltung. Das Projektseminar ist offen für Studierende aller Fachrichtungen, die sich für grüne Technologien und deren sozio-technische Dynamik interessieren. Die Entwicklung von Fähigkeiten zur interdisziplinären Reflexion über Technologie ist in