Lernergebnisse
Nach Abschluss des Moduls sind die Studierenden in der Lage, das Programm CARD/1 zur Bearbeitung einer typischen Problemstellung des Straßenentwurfs in Hinblick auf die Phase der Entwurfsplanung zielführend anzuwenden.
Die Studierenden sind dazu in der Lage, in einem iterativen Planungsprozess aus Theorieplanung, Programmanwendung, kritischer Ergebnisprüfung und Nachsteuerung widersprüchliche Anforderungen an den Straßenentwurf mithilfe der Richtlinien für die Anlage von Landstraßen (RAL) sowie der Richtlinie für die Anlage von Stadtstraßen (RASt) zielorientiert aufzulösen. Sie erhalten ein vertieftes Verständnis komplexer Zusammenhänge im Bereich des außerörtlichen Entwurfs von Straßenverkehrsanlagen.
Die Studierenden sind nach Abschluss des Moduls zudem in der Lage, Vorgehen und Ergebnisse ihrer Arbeit mündlich zu verteidigen sowie einen inhaltlich fundierten Fachdiskurs hinsichtlich der Straßenentwurfsplanung zu führen. Durch die Projektarbeit in Kleingruppen sind die Studierenden imstande, eigenständig und eigenverantwortlich zu arbeiten.
Dazu können sie im Einzelnen:
Richtlinienkonforme Achsentwürfe und Knotenpunkte anlegen, die geeignet sind, ihre selbstgesteckten Ziele zu erreichen. Sie können darüber hinaus eigene Lagepläne, Höhenpläne und Querschnitte manuell erstellen und kriteriengeleitet optimieren. Sie verstehen dazu die notwendigen Voraussetzungen der Programmanwendung von CARD/1 und können die programmeigene Syntax zielführend anwenden.
Die Studierenden sind im Speziellen in der Lage, gegebene Lagepläne eigenständig auf sicherheitskritische, verkehrstechnisch hinderliche oder sonstige, defizitäre Abweichungen hinsichtlich ihrer Planungsziele zu untersuchen und diese Defizite zu bearbeiten und nach Möglichkeit zu beheben. Sie erlernen dazu die Handhabung von RASt und RAL, den Umgang mit widersprüchlichen Zielstellungen und Anforderungen an den Achs- und Knotenpunktentwurf sowie konfliktbehafteter Abwägungsentscheidungen im Rahmen des aktuell gültigen Rechts. Die Studierenden haben die Fähigkeit, sachgerechte Übergänge zwischen Innerorts- und Außerortsbereich zu planen.
Die Studierenden können zudem erforderliche Querneigungen und Querneigungswechsel durch CARD/1 berechnen lassen und mithilfe der RAL kritisch prüfen sowie ggf. bewusste Änderungen an den Neigungsberechnungen diskutieren und vornehmen.
Des Weiteren sind die Studierenden in der Lage, technische Aspekte des Straßenentwurfs (Bankette, Böschungen, Entwässerungsmulden, ggf. Widerlager etc.) sowie die erforderliche Straßenausstattung in der Planung zu berücksichtigen. Dazu können sie auch die erforderlichen Berechnungen der Belastungsklasse durch CARD/1 durchführen lassen und das Ergebnis dieser Berechnungen nach Maßgabe der Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaus (RStO) sachgerecht in den Entwurf einfließen lassen.
Die Studierenden können sachgerechte Höhenpläne zu planen, in CARD/1 zu übertragen, kriteriengeleitet für alle Verkehrsarten zu evaluieren (Steigungen, Geschwindigkeitsprofil) und iterativ zu optimieren.
Abschließend sind sie in der Lage, die digital erstellten Materialien für alle drei Dimensionen normgerecht in Papierform übertragen zu lassen (Blattschnitte festlegen, Plotten).
Der Schwerpunkt dieses Moduls liegt auf dem Erlernen des Umgangs mit der Software sowie dem selbstständigen Trassierungs-Entwurf. Dafür sind die Inhalte entsprechender Grundlagenveranstaltungen (z.B. Entwurf von Straßenverkehrsanlagen außerhalb bebauter Gebiete; siehe unten) zwingend erforderlich. Auf diese Grundlagen wird im Rahmen dieses Moduls nicht mehr eingegangen.