Zimmer, Fabian
Die gegenwärtige Transformation zu erneuerbaren Energien, Elektromobilität usw. wird gerne als eine Ära der Elektrifizierung beschrieben. Dabei hat der Aufstieg der Elektrizitätswirtschaft und die Elektrifizierung des Alltags eine rund 150 Jahre zurückreichende Geschichte. Mit dieser langen Geschichte der Elektrifizierung befasst sich das Seminar und bietet dabei zugleich einen Überblick über zentrale Perspektiven und Forschungsansätze der Technikgeschichte.
Literatur
Weber, Heike
Im Forschungskolloquium werden entstehende Masterarbeiten vorgestellt und mit Blick auf Fragestellung, Methode und Untersuchungsziele diskutiert. Daneben präsentieren eingeladene externe Gäste laufende Forschungsprojekte zur Technikgeschichte.
Das Kolloquium richtet sich insbesondere an Masterstudierende, steht aber allen Interessierten offen. Studierende, die die Veranstaltung erstmals belegen und die kurz vor der eigenen MA-Arbeit stehen, verfassen in dieser Lehrveranstaltung drei sogenannte PeerFeedbacks. Außerdem steht auf ISIS eine vertonte PPT zur Verfügung, die das Vorgehen für die Erstellung der MA-Arbeit erläutert.
Falls Sie in den Verteiler zum Kolloquium aufgenommen werden möchten, um das aktuelle Semesterprogramm zu erhalten, schicken Sie bitte eine E-Mail an: katharina.busch@tu-berlin.de.
Modulzuordnungen:
Polatsek, Omri
Drawing on history, anthropology, and critical agrarian studies, the seminar examines the industrialization, globalization, scientification, and financialization of food since 1945 up to the present. The focus lies on the historical transformation of food provisioning from largely local subsistence-based economies to a planetary-scale, market-based, industrially driven food system. Throughout the course, students will engage with diverse case studies from Southeast Asia, the Middle East, Africa, Latin America, Europe, and North America to explore how, over time, these regions were integrated into, and co-shaped, our modern-day food system.
Putting food at the center of our analysis, we will concentrate on three main issues: first, we explore the history of food politics and technologies. Second, we try to understand why food systems have become vulnerable to global political events and economic shocks, while maintaining their uneven character between the Global North and South. Third, departing from our modern-day ecological crisis, we also critically examine contemporary suggestions for the future transition of our food systems.
Patel, Raj. Stuffed and Starved: The Hidden Battle for the World Food System. Brooklyn, NY: Melville House, 2012.
McMahon, Paul. Feeding Frenzy: The New Politics of Food. London: Profile Books, 2013.
Hiltmann, Torsten (HU); Homberg, Michael (ZZF); Weber, Heike (TU)
Digitale Technologien spielen inzwischen als Gegenstand und Methode in der geschichtswissenschaftlichen Forschung eine überragende Rolle. Die Lehrveranstaltung nimmt dies zun Anlass einer Bestandsaufnahme – und fragt auch nach möglichen "Updates". Hybrid zwischen Colloquium (HU) und Ringvorlesung (ZZF, TU) angelegt, schlägt sie eine Brücke von der Geschichte der Digitalisierung über Computational History hin zu Public History.
„Digitalität“ verbindet diese unterschiedlichen Bereiche, wird aber je nach Zugang anders verstanden: Historische Ansätze untersuchen die Entwicklung von digitaler Computertechnik, Netzwerken und Datennutzung sowie deren gesellschaftliche Konsequenzen und historisieren dabei auch die Digital History selbst als Disziplin. Computational History und Public History hingegen nutzen Digitalität als Werkzeug – entweder um mit datengetriebenen Methoden den geschichtswissenschaftlichen Methodenkanon zu erweitern oder um historische Bildung kritisch reflektiert in digitalen Medien zu kommunizieren. Weitere Felder wie die Umweltgeschichte sind teils ohnehin stark datengetrieben und bringen zusätzliche Perspektiven und Anforderungen ein.
Digital History wird zudem in verschiedenen Weltregionen unterschiedlich definiert. Die wissenschaftlichen Communities unterschiedlicher Regionen setzen je eigene Schwerpunkte und verfolgen unterschiedliche Ansätze, weshalb die Veranstaltung auch explizit etwa nach Brasilien oder Südkorea blickt.
Die Lehrveranstaltung „Digital History: Updates aus der Digitalgeschichte“ wird im Sommersemester 2026 gemeinsam von der Humboldt-Universität zu Berlin, der Technischen Universität Berlin und dem Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung organisiert; außerdem kooperieren wir mit dem Deutschen Historischen Institut Paris. Ziel ist, auf den jeweiligen Themenfeldern den aktuellen Stand der Forschung abzubilden, Einblick in aktuelle Forschungsfragen und Diskurse zu erhalten und nach möglichen „Updates“ zu fragen.
Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten aus den digitalen Geschichtswissenschaften. Die Vorträge werden per Zoom gestreamt; ausgewählte Termine finden in hybrider Form an einem der drei Standorte statt.