In diesem Seminar wollen wir uns mit den verschiedenen Phasen der jüdischen Migration aus Osteuropa vor und nach den beiden Weltkriegen befassen. Dabei richten wir den Fokus auf die vielfältigen Mechanismen, die Menschen in Bewegung setzten. Gemeinsam wollen wir uns auf Spurensuche begeben und nach Wissenstransfer, der Wahl der Migrationsrouten, der erlebten Reise sowie nach der Ankunft fragen. Im Fokus steht dabei die spezifische jüdische Erfahrung, die durch Vertreibung, Pogrome, Flucht und Exil und Neubeginn geprägt war. Neben aktueller Forschungsliteratur steht uns ein reiches Quellenmaterial zur Verfügung.
Literatur
• Haumann, Heiko (1998) Geschichte der Ostjuden. München.
• Brinkmann, Tobias (2009) „Mit Ballin unterwegs“. Jüdische Migranten aus Osteuropa im Transit durch Deutschland vor dem Ersten Weltkrieg. In: Aschkenas 17(1): 75-96.
• Bergmann, Katharina (2022) Jüdische Emigration aus München. Entscheidungsfindung und Auswanderungswege (1933-1941). Berlin.
• Kruse, Jürgen; Lerner, Markus (2000) Jüdische Emigration aus der ehemaligen Sowjetunion nach Deutschland: Aspekte eines neuen Migrationssystems. Potsdam.
•Bertz, Inka (2012) Berlin Transit: Jüdische Migranten aus Osteuropa in den 1920er Jahren. Berlin: Jüdisches Museum.
Dieser Workshop wird gegeben von Dr. Cohen-Skalli.
In diesem Workshop, der voraussichtl. am 18./19. Juli von 10-18 Uhr stattfinden wird, behandeln wir Möglichkeiten und Grenzen postkolonialer Ansätze zur Analyse von Konfliktlinien innerhalb der israelischen Gesellschaft und des Verhältnisses zwischen Israel und Palästina sowie die daran geknüpften historiographischen und politischen Kontroversen anhand von ausgewählten Debatten der letzten zwanzig Jahre. Grundkenntnisse der Geschichte Israels und des Nahostkonflikts werden nicht vorausgesetzt, sind aber wünschenswert.
Den Teilnehmenden wird vorab ein Reader zur Verfügung gestellt, der bitte VOR Beginn des Workshops durchgearbeitet werden soll. Anmeldung bitte unter ISIS. Der Kurs richtet sich insbesondere an Studierende im Studiengang "Interdisziplinäre Antisemitismusforschung", kann bei vorhandenen Kapazitäten aber auch von Studierenden anderer Fachgebiete belegt werden.
Anrechenbar in den Modulen 2, 3, 5 und 6