Wer Kunstgeschichte studiert – auch im Rahmen eines übergreifenden Studienganges wie „Kultur & Technik“ –, sollte sich mit den Methoden des Faches auseinandersetzen. Namen wie Erwin Panofsky, Heinrich Wölfflin, Aby Warburg, Hans Belting und Wolfgang Kemp haben einige schon einmal gehört. Doch ist damit nicht zwingend die Lektüre ihrer Schriften bzw. eine Auseinandersetzung mit ihren Gedanken verbunden.
Das Seminar versteht sich als Einführung in kunstgeschichtliche Methoden und Ansätze: Es spannt den Bogen von den „Klassikern der Kunstgeschichte“ wie Formgeschichte, Ikonologie und Ikonografie über die jüngeren Ansätze der Rezeptionsästhetik und Bildanthropologie bis hin zu den Gender Studies und den Postcolonial Studies.
Im Zentrum steht die kritische Reflexion kunstwissenschaftlicher Methoden auf der Basis ausgewählter Texte. Denn ein Kunstwerk ermöglicht verschiedene Zugänge, sprich: die Wahl der Methode bestimmt Argumentation und Erkenntnisgewinn.
BA Kult KuWi 4
Einführende Literatur:
Belting, Hans u.a.: Kunstgeschichte. Eine Einführung, Berlin 1986.
Brassat, Wolfgang/Kohle, Hubertus: Methoden-Reader Kunstgeschichte. Texte zur Methodik und Geschichte der Kunstwissenschaft, Köln 2003.
Busch, Werner (Hg.): Funkkolleg Kunst. Eine Geschichte der Kunst im Wandel ihrer Funktionen (Neuausgabe), München 1997.
Dilly, Heinrich (Hg.): Altmeister moderner Kunstgeschichte, Berlin 1990.
Zimmermann, Anja (Hg.): Kunstgeschichte und Gender. Eine Einführung, Berlin 2006.
31321100 FG Kunstgeschichte, Schwerpunkt Bildkünste
14:00 - 16:00, Do. 20.10.22 - Do. 16.02.23, wöchentlich
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