· Di., 08-10 Uhr
· Kontakt: rico.neumann@tu-berlin.de
In diesem Seminar setzen wir uns kritisch mit einer Reihe von klassischen und modernen Theorien sowie empirischen Ergebnissen in der Medienwirkungsforschung auseinander. Der Blick richtet sich dabei sowohl auf politische Diskurse und Medieninhalte als auch die Effekte solcher Inhalte auf das Publikum. Basierend auf Erkenntnissen aus der Medienpsychologie, Politolinguistik sowie der Kommunikationswissenschaft bietet das Seminar u.a. Einblicke in verschiedene Framing-Konzepte (z.B. episodisches vs. thematisches Framing), persuasive Kommunikation, Theorien der Informationsverarbeitung (z.B. selektive Informationszuwendung) und Wahrnehmung von Medieninhalten (z.B. Hostile-Media-Effekt). Diese Diskussionen erfolgen vor dem Hintergrund von aktuellen politischen und massenmedialen Diskursen (z.B. News Bias, Desinformation) sowohl in traditionellen als auch digitalen deutsch- und englischsprachigen Medien. Ergänzend dazu erfolgt eine methodenorientierte Diskussion, um darzustellen, wie diese Erkenntnisse meist zustande kommen––von der systematischen Erfassung von politischen Kommunikations- und Medieninhalten (z.B. mittels verschiedener Textanalyseverfahren) bis zur Messung von deren Effekten (z.B. mittels Experimente).
Referatsthemen werden in der ersten Woche bekanntgegeben. Wer eine große Leistung erbringen möchte, bearbeitet darüber hinaus im Team in regelmäßigen Abständen mehrere anwendungsorientierte Aufgaben, welche die besprochenen Konzepte, Theorien und Methoden näher beleuchten.