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#70153 / #1

WS 2013/14 - WS 2014/15

Deutsch

Ökonomik der pharmazeutischen Industrie

6

Häussler, Bertram

Benotet

Portfolioprüfung

Deutsch

Zugehörigkeit


Fakultät VII

Institut für Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftsrecht

37311300 FG Ökonomie des öffentlichen Sektors, insbesondere Gesundheitsökonomie

Volkswirtschaftslehre

Kontakt


H 80

Busse, Reinhard

mig@tu-berlin.de

Lernergebnisse

Arzneimittel werden - zumindest in europäischen Gesundheitssystemen - als öffentliche Güter verstanden, deren Bereitstellung und Inanspruchnahme nicht der individuellen Zahlungsfähigkeit auf freien Märkten abhängig gemacht wird. Damit es zu einem ununterbrochenen Angebot an Arzneimitteln mit verbesserten Eigenschaften oder ganz neuen Behandlungsoptionen kommt, sind staatliche Regulierungen erforderlich. Dadurch kommt es zu einer Konfrontation zwischen global handelnden Unternehmen und national regierenden Staaten. Das derzeit üblicherweise angewendete Regulierungsinstrument besteht in der Vergabe von Patenten durch einzelne Staaten, wodurch bewusst temporäre Monopolsituationen geschaffen werden. Diese sind erforderlich, weil der Forschungsprozess äußerst aufwändig und risikoreich ist. Dagegen entstehen bei der Produktion in der Regel wenig variable Kosten und die Produkte können meist leicht kopiert werden. Forschende pharmazeutische Unternehmen können daher als Produzenten der Wissensinfrastruktur für das Gesundheitssystem verstanden werden. Weil monopolähnliche Situationen aber häufig Wohlfahrtsverluste durch hohe Preise nach sich ziehen, haben praktisch alle Staaten Regulierungsinstrumente entwickelt, die Preise und Ausgaben der öffentlichen Finanzierungsinstitutionen dämpfen sollen. Obwohl durch das Wechselspiel von Schutz von Patenten einerseits und Druck auf Umsätze und Gewinne von pharmazeutischen Unternehmen eine ständige Konfliktlage erzeugt wird, ist die pharmazeutische Industrie als forschungsintensive Industrie im Zuge der Standortsicherung der Nationalstaaten auch eine begehrte Branche. Ziel dieser Veranstaltung ist es, Wettbewerb und Regulierung am Markt für pharmazeutische Produkte zu verstehen, der in verschiedener Hinsicht einen Extremfall im Rahmen der industrieökonomischen Theorie darstellt. Es sollen ferner Lösungen diskutiert werden, die einer Optimierung der verschiedenen Ziele dienen. Die Vorlesung setzt auf Kenntnissen grundlegenden industrieökonomischer Modelle auf und stellt die Besonderheiten dieses Marktes auch im Vergleich zu anderen Märkten heraus.

Lehrinhalte

1. Was die Gesellschaft von Arzneimitteln erwartet 2. Was Arzneimittel sind und wie sie entstehen 3. Marktstruktur und volkswirtschaftliche Bedeutung der pharmazeutischen Industrie 4. Besonderheiten pharmazeutischer Unternehmen 5. Eigenschaften von Pharma-Patenten 6. Regulierung der Pharma-Industrie in Deutschland und im Ausland 7. Methoden der klinischen und ökonomischen Bewertung von Arzneimitteln 8. Wesentliche Strategien zur Steigerung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit 9. Forschungsprozesse 10. Innovationswettbewerb und seine Determinanten 11. Preisbildung 12. Vertrieb 13. M&A 14. Ausblick: Wohin entwickelt sich die Pharmaindustrie?

Modulbestandteile

Pflichtbereich

Die folgenden Veranstaltungen sind für das Modul obligatorisch:

LehrveranstaltungenArtNummerTurnusSpracheSWS ISIS VVZ
Ökonomik der pharmazeutischen IndustrieIV71 13 L 90SoSede4

Arbeitsaufwand und Leistungspunkte

Ökonomik der pharmazeutischen Industrie (IV):

AufwandbeschreibungMultiplikatorStundenGesamt
Hausaufgaben und Nachbereitung15.06.0h90.0h
Präsenzzeit15.04.0h60.0h
Prüfungsvorbereitung1.030.0h30.0h
180.0h(~6 LP)
Der Aufwand des Moduls summiert sich zu 180.0 Stunden. Damit umfasst das Modul 6 Leistungspunkte.

Beschreibung der Lehr- und Lernformen

Integrierte Veranstaltung (IV)

Voraussetzungen für die Teilnahme / Prüfung

Wünschenswerte Voraussetzungen für die Teilnahme an den Lehrveranstaltungen:

Grundkenntnisse des Gesundheitssystems in Deutschland

Verpflichtende Voraussetzungen für die Modulprüfungsanmeldung:

Voraussetzung
Modul 70154 » Industrieökonomik« bestanden

Abschluss des Moduls

Benotung

Benotet

Prüfungsform

Portfolioprüfung

Art der Portfolioprüfung

Keine Angabe

Sprache(n)

Deutsch

Prüfungselemente

NamePunkte/GewichtKategorieDauer/Umfang
Hausarbeit50Keine AngabeKeine Angabe
Klausur50Keine AngabeKeine Angabe

Notenschlüssel

Keine Angabe

Prüfungsbeschreibung (Abschluss des Moduls)

Die Portfolioprüfung besteht aus den folgenden Elementen, in denen in der Summe maximal 100 Punkte erreicht werden können. Die Benotung erfolgt nach dem gemeinsamen Notenschlüssel der Fakultät VII (Beschluss des Fakultätsrates vom 28.05.2014 - FKR VII-4/8-28.05.2014).

Dauer des Moduls

Für Belegung und Abschluss des Moduls ist folgende Semesteranzahl veranschlagt:
1 Semester.

Dieses Modul kann in folgenden Semestern begonnen werden:
Sommersemester.

Maximale teilnehmende Personen

Dieses Modul ist nicht auf eine Anzahl Studierender begrenzt.

Anmeldeformalitäten

keine

Literaturhinweise, Skripte

Skript in Papierform

Verfügbarkeit:  nicht verfügbar

 

Skript in elektronischer Form

Verfügbarkeit:  verfügbar
Zusätzliche Informationen:
www.haeussler-tu-berlin.de

 

Literatur

Empfohlene Literatur
Wird veröffentlicht auf www.haeussler-tu-berlin.de

Zugeordnete Studiengänge


Diese Modulversion wird in folgenden Studiengängen verwendet:

Studiengang / StuPOStuPOsVerwendungenErste VerwendungLetzte Verwendung
Dieses Modul findet in keinem Studiengang Verwendung.

Studierende anderer Studiengänge können dieses Modul ohne Kapazitätsprüfung belegen.

Sonstiges

Keine Angabe