#51021 / #1

Seit WiSe 2022/23

Deutsch

Gender-sensible und inklusive Gestaltung von Arbeitssystemen

6

Feufel, Markus

unbenotet

Portfolioprüfung

Zugehörigkeit


Fakultät V

Institut für Psychologie und Arbeitswissenschaft

35321500 FG Arbeitswissenschaft

Human Factors

Kontakt


MAR 3-2

Mörike, Frauke

markus.feufel@tu-berlin.de

Keine Angabe

PORD-Nr.ModultitelLPBenotungPrüfungsformPNr. (POS)Modulprüfung PORDModulprüfung PNr.
44160

Lernergebnisse

Mit einer langen Tradition in der anwendungsorientierten Gestaltung soziotechnischer Arbeitssysteme besteht für die Arbeitswissenschaft eine zentrale Aufgabe darin, den Übergang in eine digitalisierte Arbeitswelt 4.0 für alle Akteur*innen effizient und human zu gestalten. Dabei verfolgt die Arbeitswissenschaft den Anspruch der Nutzer*innengerechtigkeit, damit alle Menschen an der Digitalisierung gleichberechtigt teilhaben und davon profitieren können. Technologiegestaltung ist bis heute jedoch von der Idee einer glockenkurvenartigen Normalverteilung geprägt, die etwa zur ergonomischen Gestaltung von Fahrzeugen und Maschinen herangezogen wird und somit den normativen Standard für „Durchschnittsnutzende“ beschreibt und die unteren und oberen Perzentile der Nutzer*innen systematisch ausschließt. Der Großteil der Bevölkerung entspricht jedoch, zumindest in Bezug auf den einen oder anderen Lebensbereich, nicht der „Norm“. Vor diesem Hintergrund wird dieses Modul zum Thema gender-sensible und inklusive Technikgestaltung angeboten. Damit möchten wir die Studierenden des Studiengangs MSc. Human Factors aber auch Studierende anderer Studiengänge als Gestalter*innen der Technologien von morgen für gendergerechtes und inklusives Technologiedesign sensibilisieren. Mit dem Modul werden folgende Lernziele verfolgt: Die Teilnehmenden sollen... 1) …mit dem aktuellen Stand der Wissenschaft und relevanten Theorien zum Thema Gender Data Gap und Diskriminierung durch Technologie vertraut gemacht werden 2) …dazu befähigt werden, diskriminierende Technikgestaltung zu erkennen und benennen zu können. 3) …Methoden für eine partizipative und menschenzentrierte Nutzer*innenforschung und Technikgestaltung kennen und selbst praktisch erprobt haben 4) …die Anwendung des Erlernten in Praxisprojekten nachhaltig auch für andere erfahrbar machen

Lehrinhalte

Im Rahmen des Moduls werden Theorien vermittelt, die für eine gender-gerechte und inklusive Technologiegestaltung von Relevanz sind, sowie aktuelle Studien diskutiert und Referent*innen aus Wissenschaft und Praxis zum Erfahrungsaustausch eingeladen. Praktische Kompetenzen werden im Rahmen von Methoden der partizipativen Nutzer*innenforschung und Technikgestaltung vermittelt und in studentischen Praxisprojekten konkret umgesetzt, deren Themenschwerpunkte sich die Studierenden selbst wählen dürfen. Sofern möglich, wird zudem eine Exkursion zu einer Organisation, die auf dem Gebiet in Deutschland arbeitet, Bestandteil des Moduls sein (z.B. Kompetenzzentrum Technik / Diversity / Chancengleichheit - in Bielefeld o.ä.).

Modulbestandteile

Pflichtgruppe:

Die folgenden Veranstaltungen sind für das Modul obligatorisch:

LehrveranstaltungenArtNummerTurnusSpracheSWSVZ
Gender-sensible und inklusive Technikgestaltung in Arbeitssystemen:SEMWSDeutsch2
Gender-sensible und inklusive Technikgestaltung in Arbeitssystemen:UEWSDeutsch2

Arbeitsaufwand und Leistungspunkte

Gender-sensible und inklusive Technikgestaltung in Arbeitssystemen: (SEM):

AufwandbeschreibungMultiplikatorStundenGesamt
120.0h(~4 LP)
Präsenzzeit15.02.0h30.0h
Vor-/Nachbereitung15.06.0h90.0h

Gender-sensible und inklusive Technikgestaltung in Arbeitssystemen: (UE):

AufwandbeschreibungMultiplikatorStundenGesamt
60.0h(~2 LP)
Präsenzzeit15.02.0h30.0h
Vor-/Nachbereitung15.02.0h30.0h
Der Aufwand des Moduls summiert sich zu 180.0 Stunden. Damit umfasst das Modul 6 Leistungspunkte.

Beschreibung der Lehr- und Lernformen

Die Lehrveranstaltung wird wöchentlich angeboten und besteht aus einem Seminar und einer Übung. Im Rahmen des Seminars werden Theorien vermittelt, die für eine gender-gerechte und inklusive Technologiegestaltung von Relevanz sind, sowie aktuelle Studien diskutiert und Referent*innen aus Wissenschaft und Praxis zum Erfahrungsaustausch eingeladen. Die Übung wird im Charakter einer Forschungswerkstatt durchgeführt, bei der den Studierenden Methoden der partizipativen Nutzer*innenforschung und Technikgestaltung vorgestellt werden. Dabei werden studentische Praxisprojekte konkret umgesetzt, deren Themenschwerpunkte sich die Studierenden selbst wählen dürfen. Die Projekte werden über das Semester hinweg weiterentwickelt und in Form eines barrierefreien e-Posters, Videos und/oder Podcasts dokumentiert.

Voraussetzungen für die Teilnahme / Prüfung

Wünschenswerte Voraussetzungen für die Teilnahme an den Lehrveranstaltungen:

keine

Verpflichtende Voraussetzungen für die Modulprüfungsanmeldung:

Keine Angabe

Abschluss des Moduls

Benotung

unbenotet

Prüfungsform

Portfolioprüfung

Art der Portfolioprüfung

100 Punkte insgesamt

Sprache

Deutsch

Prüfungselemente

NamePunkteKategorieDauer/Umfang
wöchentliche Vorbereitung der Pflichtlektüre anhand von Notizen zu Reflexionsfragen30schriftlich2 Stunden pro Woche
Planung, Durchführung und Dokumentation eines Projekts (User Research & Design) im Themenbereich gender-sensible Technikgestaltung40praktischKurzbericht (ca 8 Seiten)
Präsentation der Ergebnisse als e-Poster, Video und/oder Podcast (5 Minuten)30flexibel5 minutige Präsentation

Notenschlüssel

Ab insgesamt 50 Portfoliopunkten bestanden.

Prüfungsbeschreibung (Abschluss des Moduls)

Leistungsnachweise (Portfolio) 1) wöchentliche Vorbereitung der Pflichtlektüre anhand von Notizen zu Reflexionsfragen 2) Planung, Durchführung und Dokumentation eines Projekts (User Research & Design) im Themenbereich gender-sensible Technikgestaltung 3) Präsentation der Ergebnisse als e-Poster, Video und/oder Podcast (5 Minuten) Der LN wahlweise benotet oder unbenotet erfolgen - dies ist bei der Prüfungsanmeldung verbindlich festzulegen.

Dauer des Moduls

Für Belegung und Abschluss des Moduls ist folgende Semesteranzahl veranschlagt:
1 Semester.

Dieses Modul kann in folgenden Semestern begonnen werden:
Wintersemester.

Maximale teilnehmende Personen

Dieses Modul ist nicht auf eine Anzahl Studierender begrenzt.

Anmeldeformalitäten

Anmeldungen bitte per Email an f.moerike@tu-berlin.de

Literaturhinweise, Skripte

Skript in Papierform

Verfügbarkeit:  nicht verfügbar

 

Skript in elektronischer Form

Verfügbarkeit:  nicht verfügbar

 

Literatur

Empfohlene Literatur
Bardzell, J., & Bardzell, S. (2013). What is" critical" about critical design? In Proceedings of the SIGCHI conference on human factors in computing systems (pp. 3297-3306).
Criado-Perez, C. (2020). Unsichtbare Frauen: wie eine von Daten beherrschte Welt die Hälfte der Bevölkerung ignoriert. btb Verlag.
Bieling, T. and Joost, G. 2019. Gestaltung und Verantwortung: Positionsbestimmung einer sozialverantwortlichen Technikentwicklung. In Mensch und Computer 2019 - Workshopband, Bonn: Gesellschaft für Informatik e.V., https://doi.org/10.18420/muc2019-ws-650

Zugeordnete Studiengänge


Diese Modulversion wird in folgenden Studiengängen verwendet:

Studiengang / StuPOStuPOsVerwendungenErste VerwendungLetzte Verwendung
Human Factors (M. Sc.)22WiSe 2022/23WiSe 2022/23
Physikalische Ingenieurwissenschaft (M. Sc.)11WiSe 2022/23WiSe 2022/23

Studierende anderer Studiengänge können dieses Modul ohne Kapazitätsprüfung belegen.

Sonstiges

Keine Angabe