N.N.
LV-Nr.: 3131 L 110
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SE Collection Ecologies. Eine historische Übersicht über die ökologische Krise anhand von Sammlungen und Ausstellungen/ A historical view of ecological crisis through collections and exhibitions
SE: Mi. 12-14 Uhr/ SP: Mi. 12-16 Uhr
Raum: FH 313
Sprache: Deutsch und Englisch
Anmeldung über ISIS
Beginn: 15.04.2026
Da eine kritische Auseinandersetzung mit Diskursen über Fortschritt, Evolution und Techno-Optimismus für die Auseinandersetzung mit dem Anthropozän von entscheidender Bedeutung ist, schlägt dieser Kurs vor, ein experimentelles Feld zu entwickeln, das Methoden aus der Umweltgeschichte, der Wissenschafts- und Technikgeschichte sowie den Material- und Bildwissenschaften nutzt. „Collection Ecologies“ zielt darauf ab, Netzwerke von Beziehungen und Werten („Ökologien“) sowie eine Vielzahl von Quellen – schriftlich, visuell und materiell – zu untersuchen, die Bedeutung erlangen, weil sie in einem situativen Raum nebeneinander existieren („Sammlungen“). Die Autorität von Institutionen wie Archiven, Bibliotheken und Museen wird „against the grain“ gelesen, um aufzudecken, wie historische Sammlungen in der Vergangenheit zur Identitätsbildung verwendet wurden und wie sie heute kreativ eingesetzt werden können, um wichtige Reflexionen zu ökologischen Fragen der Gegenwart und Zukunft zu liefern. Wir betrachten die sogenannte sechste Massenextinktion aus der Perspektive von Ökosystemen und kolonialen Sammlungen, die aus dem Globalen Süden disloziert wurden und den Kern der Museen in Berlin und Europa im Globalen Norden ausmachen. Darüber hinaus wird Literatur aus der Geschichte der Epistemologie, des Sammelns und der Arbeit verwendet, um interdisziplinäre wissenschaftliche und künstlerische Arbeiten zu kontextualisieren, die sich in den letzten Jahrzehnten mit Extraktivismus und Akkumulation sowie Abwesenheit und Verlust befasst haben.
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Since a critical approach to discourses of progress, evolution, and techno-optimism is crucial to navigate the Anthropocene, this course suggests the development of an experimental field using methods from environmental history, history of science and technology, and material and visual studies. Collection Ecologies proposes to look into networks of relationships and values (“Ecologies”) and into a diversity of sources that can be written, visual, and material, and gain meaning because they exist in spatial proximity to one another (“Collections”). The authority of institutional spaces such as Archives, Libraries, and Museums will be read against the grain in order to reveal how historical collections have been used for identity building in the past and the ways in which they can be creatively used today to provide important answers for ecological issues now and in the future. We will look into the so-called Sixth Mass Extinction from the point of view of environments and colonial collections that were dislocated from the Global South and constitute the core of museums in Berlin, and Europe, in the Global North. Literature from History of Epistemology, of Collecting, and of Labour will be used to frame interdisciplinary scholarly and artistic works that have, in the last decades, addressed extractivism and accumulation, and absence and loss.
SE/SP Collection Ecologies
31311200 FG Wissenschaftsgeschichte
Mi. 15.04 - 15.07.26, wöchentlich, 12:00 - 16:00
Charlottenburg, FH 313
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