Ort: FU Berlin, Henry-Ford-Bau (Raum: HFB/C Hörsaal, Garystr. 35-37)
Kursbeschreibung:
Das Mediensystem ist in Bewegung: Der „Zukunftsrat“ stellt seine Reformvorschläge für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk vor und Künstliche Intelligenz fordert mit Deepfakes und Chatbots traditionelle Medienunternehmen heraus. Die Einnahmen von privaten und öffentlichen Medienorganisationen schrumpfen, während internationale Onlinekonzerne mit ihren Plattformen ihren Anteil am (deutschen) Werbemarkt steigern und u.a. eine zunehmend dominante Position bei der Distribution von Onlineinhalten einnehmen – was auch die Medienregulierung vor neue Aufgaben stellt. Um die Hintergründe dieser und anderer aktueller Entwicklungen zu verstehen, vermittelt die als Einführung konzipierte Vorlesung grundlegende Kenntnisse über Struktur und Entwicklung des bundesdeutschen Mediensystems. Im Zentrum stehen Onlinemedien, Presse, öffentlicher und privater Rundfunk. Ausgehend von der historischen Entwicklung werden die Organisations- und Finanzierungsweise, die rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen sowie der Markt der Medien dargestellt. Zugleich wird damit in die Teildisziplinen Medienpolitik, Medienökonomie und Redaktionsforschung eingeführt und es kommen ländervergleichende Aspekte zur Sprache.
Lernziele: Nach dem erfolgreichen Abschluss des Moduls - verfügen die Studierenden über fundierte Kenntnisse von Mediensystemen bzgl. technologischer, wirtschaftlicher und rechtlicher Aspekte aus geschichtlicher Perspektive. Die Studierenden sind in der Lage, mediengeschichtliche Epochen zu unterscheiden und zu vergleichen und können die den Wandel sozialer Prozesse anhand ihrer Abhängigkeit von jeweiligen Leitmedien analysieren, sowie gegenwärtige Konstellationen auf historische Ursachen hin untersuchen und bewerten. Sie werden sich ein Verständnis des medienwissenschaftlichen Forschungsfeldes aufgebaut haben, können eigenständig Thesen entwickeln, einschlägige Literatur selektieren und problembezogen verwenden. Die Studierenden- haben Text- und Quellenkompetenz entwickelt und können medienhistorische Zusammenhänge herstellen. So können sie ihr erworbenes Wissen strukturiert und komprimiert schriftlich wiedergeben und erlangte Fertigkeiten und Fähigkeiten anwenden.