Die Veranstaltung erforscht Formen, Architekturen, Bedingungen, Modi und Transfers akustischer Wahrnehmung in medialen Räumen. Besondere Aufmerksamkeit kommt den Veränderungen in der Produktion von Räumen und Wahrnehmungswelten durch Innovation in Kunst und Design sowie technologische Entwicklungen im Bereich der Virtual Reality (VR) zu. Es geht darum, geläufige Annahmen über „natürliche“, „augmentierte“ und „virtuelle“ Realitäten herauszufordern und der Überlegung nachzugehen, was beispielsweise eine akustische „Hyper“-Realität sein könnte, wenn wir anerkennen, dass sich die unterschiedlichen Formen des World-Makings als „kombinierte Universen“ (Cristofol) gegenseitig durchdringen.
Eine alltägliche Auseinandersetzung mit akustischen virtuellen Realitäten, wie z.B. im Auto, am Arbeitsplatz, im Rahmen intelligenten Wohnens, auf Konzerten und in Computerspielen findet derzeit statt oder steht unmittelbar für uns alle bevor. Doch wer erzeugt diese akustischen Umgebungen mit welcher Intention? Und wie können Ingenieurs- und Medienwissenschaften, Klangkunst, Architektur und Sound Design zum Verständnis dieser Raum-Realitäten mit ihren eigenen Strategien ästhetisch, aber auch explorativ und forschend beitragen?
Das Seminar nähert sich all diesen Fragen anhand praktischer Beispiele aus der elektronischen Musik, Klangkunst und aktuellen Soundscape-Apps sowie Architektur in den Studios der TU an. Kompositionen aus dem einmaligen Mehrkanal-Archiv der Audiokommunikation werden gemeinsam gehört, analysiert und interpretiert. Darüberhinaus ist der gemeinsame Besuch unterschiedlicher Raum-Klanginstitutionen innerhalb Berlins geplant, um unterschiedliche handwerkliche und konzeptorische Ansätze zu erleben und zu diskutieren. Außerdem sollen die derzeit zur verfügungstehenden Werzeuge für Design und Komposition von „Spatial Audio" exemplarische verglichen, diskutiert und ausprobiert werden. Dem Themenkomplex wird ein ausführlicher Literaturapparat zur Einführung und Vertiefung zur Seite gestellt werden.
Kontakt: musica.inaudita@udk-berlin.de
Anmeldung: Über den ISIS Kurs + zusätzliche Mail an musica.inaudita@udk-berlin.de mit kurzer Erläuterung der Motivation (ca. zwei Zeilen).
Anrechenbarkeit:
Termine:
Einführungsveranstaltung: Mittwoch, 15.04.2026 16-18 Uhr (E-N 324)
Treffen: 22.4. und 29.04. jeweils 14:30-18:30 Uhr, ab 13.05. wöchentlich 16-18 Uhr (E-N 324)
Konzert: 08.06. 19:30 (Konzertsaal der UdK)
Diese Lehrveranstaltung ist verpflichtender Bestandteil des Moduls Sprach- und Computerpraxis (BA-KulT SK 3).
Ort: H 3017 / vgl. Moses
Zeit: Mittwochs, 16–18 Uhr
Behandelt werden die Analyse und Aufbereitung sprachlicher Daten, der Einsatz logischer und formaler Werkzeuge, unterschiedliche Forschungsstrategien sowie statistische und weitere mathematische Verfahren zur Auswertung und Interpretation.
Berlin has long been the epicenter of the global techno music scene. Emerging from the city's vibrant underground culture in the late 1980s, the Berlin Techno movement gained international recognition for its raw, hypnotic sound and innovative approach to electronic music and dance cultures. In 2024, UNESCO officially inscribed Berlin Techno on its list of intangible cultural heritage. Unfortunately, much of the historical material related to this culture exists only in analog form, scattered across archives and private collections. Additionally, many historically significant clubs have already closed or are set to close, and important figures are passing away. This situation has motivated the seminar organizers to initiate the digital Berlin Techno Archive, an online platform aimed at providing a comprehensive digital resource on Berlin Techno history for researchers and the interested public. Since this culture is inherently tied to venues with distinct looks and sounds, the archive will also include VR reconstructions of the most important venues.
While the organizers are securing funding and industry partners for this large endeavor, the seminar aims to push forward the project and integrate motivated students. In the second seminar of a series, we will focus on two important clubs: the now-closed Bunker and Johnny Knüppel, which is set to close by the end of 2026. Participants from TU and UdK, with diverse academic backgrounds, will work in collaborative teams to preserve the unique histories, aesthetics, and sounds of these two venues through hands-on historiography techniques. The seminar's expected outcomes include audiovisual hypertext narratives and VR reconstructions, which are planned to be showcased in a public exhibition alongside selected material artifacts. At the same time, the digitized artifacts, narrative histories, and VR-reconstructed venues produced will form the foundation of the future Berlin Techno Archive.
The seminar offers participants the opportunity to enhance their practical skills in digital archaeology, history, and archival work, as well as current audiovisual VR reconstruction techniques for historic venues, while gaining a deeper understanding of the historical and cultural roots of Berlin's club and techno culture. The seminar will be held in English.