LV-Nummer 3131 L 020
Semester SoSe 2021
Ansprechpartner Wildgruber, Gerald
Verantwortlich Wildgruber, Gerald
Dozierend
Zugeordnet zu Technische Universität Berlin
Fakultät I
    ↳ Institut für Philosophie, Literatur-, Wissenschafts- und Technikgeschichte
        ↳ 31311900 FG Literaturwissenschaft mit dem Schwerpunkt Literatur und Wissenschaft
URL https://isis.tu-berlin.de/course/view.php?id=23594
Label
Sprache Deutsch

Termine (14)


Mi., 14.04.2021 - Mi., 14.07.2021 (wöchentlich)

14:00 Uhr - 16:00 Uhr

Keine Räume/Campus
Einzeltermine ausklappen

Mi.

12.04.2021 - 18.04.2021 (SW 1)


Jedes Format bekommt eine Farbe

Jeder Campus bekommt eine Farbe
08:00
09:00
10:00
11:00
12:00
13:00
14:00
15:00
16:00
17:00
Mo., 12.04.2021
Di., 13.04.2021
Mi., 14.04.2021

3131 L 020

Seminar


14.04.2021, 14:00 Uhr - 16:00 Uhr

Ohne Ort
Humboldt, Leibniz, Condillac: Drei Versionen von Form und Funktion der Sprache
SEM
Do., 15.04.2021
Fr., 16.04.2021

Wildgruber, Gerald 

  • Mi. 14-16 Uhr
  • Online-Seminar
  • Beginn: 14.04.2021

Im Mittelpunkt des Seminars stehen Sprachtheorien des 17. und des 19.Jahrhunderts, sowie ihre Reperkussionen im 20. Jahrhundert, die auf sehr unterschiedliche Weise Aufschluß über das Wesen der menschlichen Sprache zu geben versuchen. Für das Zeitalter der Klassik (Episteme des Âge classique) steht hier die Schrift von Gottfried Wilhelm Leibniz Unvorgreiffliche Gedancken, betreffend die Ausübung und Verbesserung der Teutschen Sprache (1697), für die Episteme der Geisteswissenschaften (Sciences Humaines) Wilhelm von Humboldts Einleitung in das Kawi-Werk Über die Verschiedenheit des menschlichen Sprachbaues und ihren Einfluss auf die geistige Entwickelung des Menschengeschlechts (1832/1836). Zwischen beiden, den Leibnizschen Standpunkt in manchem verschärfend steht, die posthume Schrift La langue des calculs (1798) von Étienne Bonnot de Condillac. Unterschieden sind die Sprachtheorien vor allem in ihrer mathematisch-kombinatorischen Inspiration einerseits (Idee eines Kalküls in Leibniz, Bezug auf die Algebra in Condillac), und als wesentlich geschichtliches Denken andererseits (Beginn von Indogermanistik und Historisch-Vergleichender Spachwissenschaft im Ausgang von Rasmus Rask und Franz Bopp). Von den Theorien der Sprache ausgehend wird die Kluft zwischen beiden, mathematisch-formaler und historischer Vernunftform, in ihrer Entstehung kenntlich. Über das Studium der drei Texte verfolgen wir ihre enorme Wirkkraft in der Theoriebildung des 20. Jahrhunderts (Saussure, Literaturtheorie, Kulturwissenschaften, Chomsky) und fragen weitergehend nach dem Ort der spezifisch dichterischen Sprache in diesem Spannungsfeld. Die Veranstaltung schließt hier vorteilhaft an die zurückliegenden Seminare zu den Autor-Poetiken bei Paul Valéry, Paul Celan und Friedrich Hölderlin an (deren Besuch aber keine Voraussetzung des Seminars ist). Die drei Haupt-Texte werden zu Beginn des Seminars zur Verfügung gestellt.

Modulzuordnungen:

  • LV-Nr.: 3131 L 020
  • MA-TGWT LW 2
  • MA-GKWT 5/3, 7/3
  • Freie Wahl