LV-Nummer 3131 L 130
Gesamt-Lehrleistung 37,33 UE
Semester SoSe 2021
Ansprechpartner
Verantwortlich Krause, Katja
Dozierend
Zugeordnet zu Technische Universität Berlin
↳ Fakultät I
    ↳ Institut für Philosophie, Literatur-, Wissenschafts- und Technikgeschichte
        ↳ 31311200 FG Wissenschaftsgeschichte
URL https://isis.tu-berlin.de/course/view.php?id=24430
Label
Sprache Deutsch

Termine (14)


Mi., 14.04.2021 - Mi., 14.07.2021

10:00 Uhr - 12:00 Uhr

Ohne Ort

37,33 UE
Einzeltermine ausklappen

Legende
Mo.

12.04.2021 - 18.04.2021(SW 1)

08:00
09:00
10:00
11:00
12:00
13:00
14:00
15:00
16:00
17:00
Historische Epistemologie
HS
Ohne Ort

BA-KulT WTG 2, 4

BA-KulT FW 18, 19, 20

MA-GKWT 2, 5/1,7/1

MA TGWT WTG 4

MA FW 7, 8, 9, 10


Wie kann man die Geschichte der Wissenschaft bestmöglich schreiben? Eine der geschätzten Methoden, die uns seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert zur Verfügung steht, ist die sogenannte „historische Epistemologie“. Am Anfang wurde sie von ihren Vertretern nicht so genannt. Doch am Anfang stand eine grundlegende Einsicht, die sie bis heute auszeichnet: Wissenschaft ist kein System, sondern ein Prozess. Als Prozess ist Wissenschaft aber (auch) in ihrem Kontext zu betrachten und nicht ausschließlich in ihren Aussagen. Wissenschaft ist somit historisierbar; die „historische Epistemologie“ wurde geboren. Unser Seminar zur historischen Epistemologie folgt den Etappen, die Hansjörg Rheinbergers Buch „Historische Epistemologie zur Einführung“ zu ihrer Entwicklung aufwirft. Es wird vervollständigt durch eine intensive Lektüre der Überlegungen, die die von Rheinberger beschriebenen Vertreter der historischen Epistemologie anstellten. Diese schließen unter anderem Ernst Mach, Wilhelm Dilthey, Gaston Bachelard, Paul Feyerabend, Michel Foucault und Ian Hacking ein. Wir gehen darüber hinaus und lesen zusätzlich Hansjörg Rheinberger selbst, sowie Lorraine Daston und Jürgen Renn. Wir fragen dabei: Welche Elemente des Denkens einen und trennen die Vertreter der historischen Epistemologie? Was macht die historische Epistemologie als Methode der Wissenschaftsgeschichtsschreibung stark? Und welche möglichen Einwände, vor allem von Seiten der philosophischen Epistemologie gibt es gegen sie?