LV-Nummer 3131 L 017
Gesamt-Lehrleistung 37,33 UE
Semester SoSe 2021
Ansprechpartner
Verantwortlich
Dozierend
Zugeordnet zu Technische Universität Berlin
Fakultät I
    ↳ Institut für Philosophie, Literatur-, Wissenschafts- und Technikgeschichte
        ↳ 31311900 FG Literaturwissenschaft mit dem Schwerpunkt Literatur und Wissenschaft
URL https://isis.tu-berlin.de/course/view.php?id=23607
Label
Sprache Deutsch

Termine (14)


Mi., 14.04.2021 - Mi., 14.07.2021 (wöchentlich)

16:00 Uhr - 18:00 Uhr

Keine Räume/Campus

37,33 UE
Einzeltermine ausklappen

Mo.

12.04.2021 - 18.04.2021(SW 1)

08:00
09:00
10:00
11:00
12:00
13:00
14:00
15:00
16:00
17:00
Mo. 12.04.2021
Di. 13.04.2021
Mi. 14.04.2021
Was heißt: Denken am Ende der Welt? (UdK)
SEM
Ohne Ort
Do. 15.04.2021
Fr. 16.04.2021

Quent, Marcus (UdK)

  • Mi. 16-18 Uhr
  • Hardenberstr. 33, Raum 158 — oder Online via Cisco WebEx
  • Anmeldung bis zum 31. März per E-Mail: m.quent@udk-berlin.de
  • Beginn: 21.04.2021

Kollaps, Untergang, Auslöschung. Die Vorstellungen eines Endes der Welt sind heute nicht mehr eingebunden in eine religiöse Heilsgeschichte, das Ende des menschlichen Lebens steht nicht länger im Zeichen der Entschleierung eines göttlichen Reichs. Die zeitgenössische Apokalyptik bleibt ohne Aussicht auf Auferstehung. Gegenwärtige Endzeitszenarien kennen nur ein sachliches, glanzloses Ende. Sie fokussieren einen Kollaps der globalen, kapitalistischen Immanenz, die kein Außen kennt. Das Menetekel erscheint nun in Gestalt von Datenauswertungen und nüchternen Kalkulationen, als wissenschaftlich fundierte Vorausberechnung, die unumkehrbare Kipppunkte benennt: die universale Auslöschung als technologisch-wissenschaftliche Modellierung. Wie aber wirken sich die Vorstellungen, Bilder und Analysen auf die Einbildungskraft und Imagination aus, wie beeinflussen sie das Handeln, wie verändern, transformieren sie den Willen und das Begehren? Untersucht werden soll in diesem Seminar, wie sich die vielfältigen Antizipationen und Berechnungen eines Endes auf das Denken auswirken, wie sie sich zum Begriff des Denkens selbst verhalten. Was heißt es, künstlerisch zu schaffen, politisch zu handeln, wenn Vorstellungen des Endes vorherrschen – was heißt: Denken am Ende der Welt?

In diesem Seminar werden sowohl aktuelle Veröffentlichungen diskutiert, die ein Ende der Welt als Kollaps, Untergang oder Auslöschung umreißen, Studien, die ein Ende vermessen, berechnen oder vorhersagen, als auch Beiträge, die demgegenüber jedes Operieren mit Endzeitszenarien als diskursive Strategie oder Technik der Mobilisierung kritisieren. Leitend wird dabei die Frage sein, welches Bild des Denkens entworfen wird, und zwar vor dem Hintergrund einer philosophischen Diskussion, die das Denken zwischen Endlichkeit und Unendlichkeit situiert. – Die Ausgestaltung des Seminarprogramms ist offen für Vorschläge der Teilnehmenden. Die Einbeziehung von künstlerischen Materialien ist erwünscht, die Diskussion eigener künstlerischer Arbeiten möglich.

Wenn Sie an diesem Seminar teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte bis zum 31. März per E-Mail (m.quent(at)udk-berlin.de) – mit vollständigen Angaben zu Ihrem Studiengang (BA/MA), Ihrem Fachsemester und Ihrer Matrikelnummer. Die Bestätigungen der Seminaranmeldung und die genauen Informationen zum Seminarmodus (Online/Präsenz) werden Anfang April, nach Ostern, versendet. Falls Präsenzveranstaltungen möglich sein sollten, findet dieses Seminar in der UdK, Hardenbergstr. 33, Hörsaal R 158 statt. Falls nicht, wird das Seminar als Online-Veranstaltung durchgeführt.

Modulzuordnungen:

  • MA-TGWT LW 5
  • Freie Wahl