Termine (14)


Mi., 14.04.2021 - Mi., 14.07.2021 (wöchentlich)

14:00 Uhr - 16:00 Uhr

Keine Räume/Campus
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Mi.

12.04.2021 - 18.04.2021 (SW 1)


Jedes Format bekommt eine Farbe

Jeder Campus bekommt eine Farbe
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Mo., 12.04.2021
Di., 13.04.2021
Mi., 14.04.2021

3131 L 002

Vorlesung


14.04.2021, 14:00 Uhr - 16:00 Uhr

Ohne Ort
Zeitlichkeit in der zeitgenössischen Kunst. Konzepte, Verfahren, Stationen der Kunst seit 1960. (UdK)
VL
Do., 15.04.2021
Fr., 16.04.2021

Kuhn, Eva (UdK)

  • Mi. 14-16 Uhr
  • Online: Anmeldung: per E-Mail bis 11. April 2021 unter e.kuhn@udk-berlin.de.
  • Beginn: 29.04.2021

Gegen Lessings Definition der bildenden Kunst als eine reine Raumkunst, deren Möglichkeiten sich auf die Darstellung eines einzigen „fruchtbaren Augenblickes“ (1766) beschränken, hält die Kunst seit jeher diverse Argumente bereit. Auf die radikale Verzeitlichung der Wahrnehmung durch die technischen Erfindungen wie Eisenbahn und Kino, hat die moderne Kunst und Kunstgeschichte auf vielfache Weise reagiert. Besonders virulent wird die Artikulation der Zeit jedoch in den künstlerischen Praktiken der 60er und 70er Jahre, wo prozesshafte und offene Werkformen die Vorstellung der Kunst als Objekt und indes stillgestelltes, zeitenthobenes und für alle Dauer gültiges Artefakt verdrängen. Diese Verdrängung geschieht beispielsweise durch die Vorrangstellung des Gedankens (Konzeptkunst), durch die räumliche Entgrenzung in der Installationskunst bzw. den Auszug aus dem Ausstellungsraum (Land Art), durch Film und Video und durch Formen der Aktionskunst (Happening, Performance). Angesichts des flüchtigen Charakters dieser auf der Irreversibilität der Zeit insistierenden Konstellationen kommt ihrer Nicht-/Dokumentation (als Bestandteil ihres „Scripts“) eine besondere Bedeutung zu. Ein zentraler Fokus der Vorlesung bilden die zeitlichen Figuren der Serialität (Reproduktion) und „langen Weile“ als feministische Formen der Repräsentationskritik und der Kritik an der modernistischen Fortschrittslogik. Diskutiert wird die in und seit den 80er Jahren (Appropriation Art, Found Footage) verdichtet auftretende zeitliche Figur der Wiederholung im Sinne der Aneignung und der Arbeit mit dem Archiv als kritisches Verfahren, um Konventionen der Repräsentation und Erzählung (in Kunst/Kino und der Geschichte) ins Bewusstsein zu führen und Alternativen zu formulieren. Zentral sind auch die künstlerischen Verfahren des Erinnerns, des Durcharbeitens von Vergangenheit und die Frage nach der Re-Präsentation des Vergangenen für die Gegenwart(skunst). Des Weiteren stellt sich in der Vorlesung die Frage nach der Gegenwartskunst (seit 1989) unter den Vorzeichen der Globalisierung und der damit verbundenen Fiktion einer transnationalen Gleichzeitigkeit. Im Zentrum stehen künstlerische Arbeiten, die der homogenisierenden Zeitlichkeit (des Kapitals) alternative Zeitlichkeiten entgegensetzen und Gegenwart als je singuläre Form der Zeiterfahrung in actu produzieren. Mit einem Fokus auf die Frage der Temporalität sollen in der Vorlesung zentrale Werke, Verfahren und Stationen der Kunst seit 1960 vorgestellt und im Hinblick auf ihre „Zeitgenossenschaft“ diskutiert werden.

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Modulzuordnungen:

  • MA-TGWT LW 5
  • Freie Wahl