LV-Nummer 06371100 L 63
Gesamt-Lehrleistung 40,00 UE
Semester WiSe 2020/21
Ansprechpartner
Verantwortlich Schulz-Schaeffer, Ingo
Dozierend Sayman, Volkan
Zugeordnet zu Technische Universität Berlin
↳ Fakultät VI
    ↳ Institut für Soziologie (IfS)
        ↳ 36371100 FG Technik- und Innovationssoziologie
URL
Sprache Deutsch
Zusätzliche Module #61271v1: Technik und Gesellschaft
#60648v4: Vertiefung Technik und Gesellschaft
Studiengänge
Alle Veranstaltungen im Kurs
Technik und Gesellschaft L 56
Gruppe

Termine (15)


Fr., 06.11.2020 - Fr., 26.02.2021

14:00 Uhr - 16:00 Uhr

Ohne Ort

40,00 UE
Einzeltermine ausklappen

Legende
Fr.

02.11.2020 - 08.11.2020(SW 3)

08:00
09:00
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17:00
Technik und Gesellschaft: Chancen und Risiken Autonomer Mobilität für städtische Räume
SEM
Ohne Ort
Sayman, Volkan

Forschung, Entwicklung und Erprobung hochautomatisierter und autonomer PKW sind in vollem Gange. Seit Jahren überwirft sich die Industrie mit Prognosen über einen baldigen Markteintritt, ohne ihre Versprechen (in Deutschland) einlösen zu können. Dabei ist nicht nur die Technologie "noch nicht bereit", sondern auch rechtliche Rahmenbedingungen werden derzeit erst entwickelt. In Abhängigkeit von technologischen, rechtlichen und ökonomischen Pfadabhängigkeiten, können automatisierte/autonome Fahrzeuge die Gestalt urbaner Räume auf sehr unterschiedliche Arten und Weisen verändern. Je nach Einsatzszenario und Eigentumsmodell können autonome Mobilitätstechnologien zur verstärkten Urbanisierung beitragen, De-Urbanisierung und Zersiedlung verstärken, PKW-Nutzung verstärken oder obsolet machen oder zuvor Mobilitätseingeschränkten Zugang zu Mobilität ermöglichen. Die angedeutete Breite möglicher positiver wie negativer Folgen ist genauso breit wie das Feld an AkteurInnen, die die zukünftige gesellschaftliche Einbettung der Technologie derzeit aushandeln und in ihrem Interesse zu beeinflussen versuchen. Um zukünftige Folgen bereits jetzt, in der Gegenwart, abschätzen und bewerten zu können, werden von Industrie, Forschung und Zivilgesellschaft Szenarien, Visionen und kritische Gegenentwürfe urbanen Zusammenlebens unter Bedingungen automatisierter Mobilität entworfen.

Das Seminar befasst sich zentral mit inhaltlichen und methodischen Aspekten wie auch den sozialen wie epistemischen Funktionen solcher Szenarien und Visionen "autonom mobiler Städte". Die kritische Leitfrage ist, von welchen AkteurInnen, warum und wie Szenarien autonomer Mobilitätstechnologien als Mittel zur Gestaltung zukünftig besserer (oder schlechterer) Städte eingesetzt werden. Daher werden wir, nach wenigen einführenden Sitzungen zum Kontext der Leitfrage und methodischen Aspekten, im Schwerpunkt Szenarien und Visionen gezielt lesen, kritisch diskutieren und systematisch zueinander in Beziehung setzen. Weil Visionen und Szenarien nicht nur in Textform produziert werden, sondern auch als Bilder, Videos oder in Form quantitativer Modelle, werden wir uns auch mit der methodischen Analyse solcher Medien befassen. Erwartet werden erstens eine regelmäßige, visuell präsente Teilnahme an Online-Sitzungen, zweitens die Bereitschaft zur Lektüre englischsprachiger Texte sowie drittens die Motivation, Inhalte während und zwischen Sitzungen selbstständig oder in Kleingruppen zu erarbeiten und im Plenum zu präsentieren.


Die Verfahrensweisen der Online-Lehre werden zu Beginn des Seminars vorgestellt. Sie benötigen für die Teilnahme einen Rechner mit Mikrofon und Kamera, ein Headset wird stark empfohlen. Das Seminar findet mit der Videokonferenzplattform Zoom statt. Melden Sie sich bitte mit Ihrem Namen (Vorname Nachname) für die Veranstaltung an. Sie erhalten rechtzeitig vor Beginn der ersten Sitzung einen Link, mit dem Sie einige Minuten vor Veranstaltungsbeginn jeder Sitzung beitreten können. Es ist nicht gestattet, die Online-Seminarsitzungen mitzuschneiden, es sei denn, dies wurde ausdrücklich so vereinbart.

Die Anmeldung erfolgt über die Lernplattform ISIS (isis.tu-berlin.de), der Einschreibeschlüssel lautet *Weber*. In ISIS finden sich sämtliche Seminarmaterialien sowie eine Beschreibung der Teilnahme- und Prüfungsleistungen. ISIS ist zudem die zentrale Plattform für den Austausch zwischen Studierenden und Dozierenden.