LV-Nummer 3131 L 001
Semester WS 2020/21
Ansprechpartner Herrmann, Hans-Christian
Verantwortlich Herrmann, Hans-Christian
Dozierend
Zugeordnet zu Technische Universität Berlin
Fakultät I
    ↳ Institut für Philosophie, Literatur-, Wissenschafts- und Technikgeschichte
        ↳ 31311900 FG Literaturwissenschaft mit dem Schwerpunkt Literatur und Wissenschaft
URL https://isis.tu-berlin.de/course/view.php?id=20815
Label
Sprache Deutsch

Termine (17)


Do., 05.11.2020 - Do., 25.02.2021 (wöchentlich)

16:00 Uhr - 18:00 Uhr

Keine Räume/Campus
Einzeltermine ausklappen

Do.

02.11.2020 - 08.11.2020 (SW 3)


Jedes Format bekommt eine Farbe

Jeder Campus bekommt eine Farbe
08:00
09:00
10:00
11:00
12:00
13:00
14:00
15:00
16:00
17:00
Mo., 02.11.2020
Di., 03.11.2020
Mi., 04.11.2020
Do., 05.11.2020

3131 L 001

3131 L 001

Vorlesung


05.11.2020, 16:00 Uhr - 18:00 Uhr

Ohne Ort
Das Wissen der Literatur
VL
Fr., 06.11.2020

von Herrmann, Hans-Christian

Do. 16-18 Uhr

Beginn: 05.11.2020

Literatur und Naturwissenschaft (la science) – sie wachen als allegorische Frauenköpfe über dem Eingang des Collège de France in Paris, dessen keineswegs bescheidenes Motto lautet: „omnia docet“ - alles wird hier gelehrt, das ganze Wissen. Das Wissen der Literatur ist in erster Linie ein sprachliches und geschichtliches, das Wissen der Naturwissenschaften ein messendes und mathematisches. Der Philosoph Wilhelm Dilthey hat dies um 1900 auf die Formel „Erklären vs. Verstehen“ gebracht. Allerdings berücksichtigt diese systematische Unterscheidung nicht die Formen des Austauschs und der Konkurrenz zwischen beiden Wissenstypen. So gewann die Literatur um 1800 als ‚Zeitkunst’ (Lessing, Hegel) ihr spezifisches Wissen aus einer entschieden antimechanistischen Position, die in starkem Maße wissenschaftskritische Züge aufwies. Zugleich trat sie in Verbindung mit neuen Wissenschaften (Chemie, Biologie, Paläontologie, Geologie), die die Natur als lebendig und wandelbar beschrieben. Die unumkehrbare Zeit des Organismus, die eine Zeit des Werdens und des Verfalls ist, wird hier gegen die zeitlose Zeit der Mechanik (die göttlich-ewigen Gesetze der Natur) gestellt. Die Vorlesung wird diese Ausgangskonstellation anhand von ausgewählten Textbeispielen (Goethe, Kleist, Hoffmann, Mary Shelley) nachzeichnen, um dann ihren Transformationen im 19. und 20. Jahrhundert zu folgen.

MA-TGWT LW 3

MA-GKWT 4, 5/3